Aspirationstest

Als Aspirationstest bezeichnet man eine Technik zur Überprüfung der richtigen Lage einer Injektionsnadel / Kanüle, beispielsweise bei Epiduralanästhesie oder intramuskulären Injektionen. Hierbei wird, nachdem die Nadel platziert wurde, kurz aspiriert. Wird Blut aspiriert, so befindet sich die Nadel im Intravasalraum. Wird bei der Epiduralanästhesie Liquor aspiriert, so wurde fälschlicherweise der Subarachnoidalraum punktiert (Gefahr der totalen Spinalanästhesie).

Ein weiterer Aspirationsversuch ist bei der Epiduralanästhesie nach Einführen des Epiduralkatheters sowie bei Lagekorrekturen oder Nachinjektionen durchzuführen.

Der Aspirationstest kann falsch negativ ausfallen, wenn beispielsweise die Nadel durch kleine aspirierte Gewebsteile oder Blutgerinnsel verstopft wurde oder die Kanülenöffnung bei intravasaler Lage direkt der Gefäßintima anliegt. Bei Epiduralanästhesie muss daher auch nach negativem Aspirationsversuch immer zunächst eine Testdosis injiziert werden.

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