Palma-Shunt

Als Palma-Shunt bezeichnet man einen venösen Kollateralkreislauf bei einseitigem isoliertem Beckenvenenverschluss. Dabei fließt das Blut aus den Beinvenen der betroffenen Seite über oberflächliche präpubische Venennetze oder über einen operativ angelegten Bypass in die gegenüberliegende Oberschenkel- oder Beckenvene der gesunden Seite.

Die Operationstechnik zur Anlage eines solchen Shunts wurde 1960 von de Palma und Esperon zum ersten Mal beschrieben.

Oft wird die Operation mit der temporären Anlage einer arteriovenösen Fistel kombiniert, um durch den beschleunigten Blutfluss eine frühe postoperative Thrombose des Palma-Shunts zu verhindern.

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