Dysplastisches Nävussyndrom (DNS)

Das Dysplastischen Nävussyndrom oder Nävusdysplasie-Syndrom bezeichnet das genetisch bedingt vermehrte Auftreten von Nävi (= Muttermalen) mit atypischem Erscheinungsbild. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Muttermalen zeichnen sich dysplastische Nävi durch ein unruhiges, oft asymmetrisches Erscheinungsbild aus. Oft weisen die Nävi unterschiedliche Farbtöne und Erhabenheiten auf und sind unscharf und unregelmäßig von der umliegenden Haut abgegrenzt.

Patienten mit dysplastischem Nävussyndrom haben ein stark erhöhtes Risiko an einem Melanom (besonders dem Superfiziell spreitenden Melanom) zu erkranken. Daher sollten Betroffene von Kindesalter an regelmäßig zu hautärztlichen Untersuchungen gehen. Melanomverdächtige Nävi sollten exzidiert und histologisch untersucht werden.

Das Dysplastische Nävussyndrom wird mit einer Mutation im CDKN2A-Gen in Verbindung gebracht. Mutationen in diesem Gen kommen auch bei Pankreas-Karzinomen vor.

Merkmale dysplastischer Muttermale:

  • Asymmetrische Form
  • Unscharfe Randbegrenzung
  • Unregelmäßige Farbe
  • Durchmesser deutlich über 0,5 cm
  • Erhabene, unregelmäßige Oberfläche

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