Epidermalzyste (Epidermoidzyste)

Unter Epidermalzysten versteht man Zysten, die durch Verschleppung von Zellen der Epidermis (Oberhaut) in tiefere Hautschichten entstehen. Diese sogenannten Plattenepithelzellen werden meist durch Verletzungen oder Nadelstiche in die Tiefe der Wunde verlagert und wachsen dort weiter. Genau wie auf der intakten Oberhaut bilden sie eine Hornschicht, die jedoch in der Tiefe der Haut nicht nach außen abschilfern kann und so zur Bildung der Epidermalzyste führt. Es besteht die Gefahr einer bakteriellen Infektion und Entzündung der Zyste, teils kommt es sekundär zu Verkalkungen.

Bei chirurgischer Exzision (Entfernung) der Zyste ist darauf zu achten, dass diese vollständig erfolgt, da sich ansonsten leicht erneut eine Zyste bildet. Die Größe der Epidermoidzyste ist präoperativ meist nur schwer beurteilbar, oft ist die Zyste größer als nach äußerlicher Inspektion vermutet. Oft ist daher ein größerer Hautschnitt mit entsprechender Narbenbildung nicht vermeidbar.

Zu gehäufter Bildung von Epidermoidzysten kann es im Rahmen eines erblich bedingten Gardner-Syndroms kommen.

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