Listerienlücke

Der Begriff Listerienlücke beschreibt die fehlende Wirkung von Cephalosporinen auf das Bakterium Listeria monocytogenes, das eine natürliche Resistenz gegen diese Antiobiotikaklasse zeigt.

Aufgrund der Listerienlücke sollten beispielsweise bei Verdacht auf Meningitis besonders Kinder, ältere Patienten sowie immungeschwächte Menschen (= Risikogruppen für Listerienmeningitis) zusätlich zu einem Cephalosporin wie Ceftriaxon mit einem listerienwirksamen Antibiotikum (z.B. Ampicillin) behandelt werden.

Ähnliche Artikel

HIV-assoziierte Thrombozytopenie


Eine Thrombozytopenie ist ein bei HIV-Infektion relativ häufiges Symptom. So findet sich bei etwa 3-9% der...

Perioperatives Bridging


Der Begriff Bridging oder Überbrückungstherapie wird in der Medizin in zwei verschiedenen Kontexten verwendet: Zum...

Pathergie


Unter Pathergie versteht man eine pathologisch gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber unspezifischen, schwachen Reizen....