Trikuspidalinsuffizienz bei Lungenembolie

Bei einer Lungenembolie kommt es zu einem Druckanstieges im pulmonalen Kreislauf (pulmonaler Hypertonus). Folge ist eine Druckbelastung des rechten Ventrikels und oftmals eine akute Trikuspidalklappeninsuffizienz. Es entsteht während der Kammersystole ein Regurgitationsjet, d.h. es fließt Blut von der rechten Herzkammer zurück in den rechten Vorhof. Die Regurgitationsgeschwindigkeit (in der Regel < 4 m/s, im Extremfall bis 5 m/s) kann dopplersonografisch gemessen werden und Aufschluss über das Ausmaß der Klappeninsuffizienz geben. (Nicht bei gleichzeitiger Störung der Pumpfunktion des linken Ventrikels und Mitralinsuffizienz!).

Bei einer fulminanten Lungenembolie kann die Pumpfunktion des rechten Ventrikels so stark eingeschränkt sein, dass er keine hohen Drücke mehr aufbringen kann und so eine Trikuspidalinsuffizienz weitgehend ausbleibt. Sonografisch auffällig sind in diesem Fall jedoch ein dilatierter und hypokinetischer rechter Ventrikel, pulmonalarterielle Dilatationen und eine Verschiebung des Ventrikelseptums in Richtung der linken Herzkammer.

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