End-Of-Dose-Akinesie (Wearing Off)

End-Of-Dose-Akinesien treten bei Parkinson-Patienten meist nach bereits langer Behandlungsdauer mit L-Dopa Präparaten auf.

Da L-Dopa eine relativ kurze Halbwertszeit (ca. 1,5 Stunden) hat, muss es über den Tag verteilt in mehreren Einzeldosen eingenommen werden. Gegen Ende der Wirkdauer einer eingenommenen Dosis lässt deren Wirkung bereits nach ("wearing off") und die Bewegungsfähigkeit des Patienten verschlechtert sich.

Im schlimmsten Fall kommt es zur akinetischen Krise mit völliger Bewegungsunfähigkeit. Es handelt sich dabei um einen Notfall, der sofort ärztlich behandlet werden muss.

Häufig treten End-Of-Dose-Akinesien nachts oder morgens beim Aufstehen auf, da das Medikament über nacht nicht eingekommen werden konnte.

Therapie

Einfachste Möglichkeit der Therapie ist es, die Abstände zwischen den Einnahmen von L-Dopa zu verringern.

Dies ist jedoch nicht immer möglich (z.B. nachts). Abhilfe können dann z.B. Retardpräparate oder die zusätzliche Einnahme eines Dopamin-Agonisten (z.B. Pramipexol) oder eines COMT-Hemmers (Hemmer der Catecholamin-O-Methyltransferase, z.B. Entacapon) verschaffen.

Operativ besteht die Möglichkeit zur Anlage eines Dünndarmkatheters, über den mithilfe einer Pumpe Medikamente kontinuierlich ins Dünndarmlumen abgegeben werden können.

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