Scherengang

Als Scherengang bezeichnet man ein Gangbild, das bei spastischer Paraplegie, also einer spastischen Lähmung beider Beine auftritt. Beispielsweise im Rahmen einer Querschnittslähmung, einer infantilen Zerebralparese oder einer hereditären spastischen Paraplegie (Strümpell-Lprrain-Syndrom).

Typischerweise überwiegt hierbei die Spastik der Adduktorenmuskulatur. Da beide Beine adduziert werden, haben die Betroffenen Probleme, sie aneinander vorbei zu bewegen. Die Beine überkreuzen sich nach jedem Schritt. Das Gangbild ist kleinschrittig, der Körper wird um das Standbein rotiert.

Neben einer Nervenschädigung können bei Kindern auch angeborene muskuloskelettale Fehlbildungen Grund für den Scherengang sein.

Ă„hnliche Artikel

Hypertensive Massenblutung


Als hypertensive Massenblutung bezeichnet man spontane Einblutungen ins Hirnparenchym, die auf dem Boden eines...

Stupp-Protokoll


Das Stupp-Protokoll beschreibt ein häufig angewendetes Protokoll zur postoperativen Standardtherapie von malignen...

Einklemmung


Als Einklemmung oder Herniation bezeichnet man die aus einer pathologischen Erhöhung des intrakraniellen Druckes...