Stupp-Protokoll

Das Stupp-Protokoll beschreibt ein häufig angewendetes Protokoll zur postoperativen Standardtherapie von malignen Gliomen.

Das Behandlungskonzept besteht aus einer lokalen Bestrahlungstherapie kombiniert mit einer Chemotherapie mit dem Zytostatikum Temozolomid. Diese therapeutische Vorgehensweise zeigte in einer im New England Journal of Medicine veröffentlichen Studie von Stupp et al. aus dem Jahr 2005 signifikante Überlebensvorteile bei Glioblastompatienten gegenüber der Vergleichsgruppe, die nur mit Radiotherapie behandelt wurde. [1]

Bei Nicht-Ansprechen auf die Therapie nach dem Stupp-Protokoll ist alternativ beispielsweise eine Therapie mit Irinotecan und dem monoklonalen VEGF-Antikörper Bevacizumab (Avastin) möglich. [2]

Langfristiges Ziel derzeitiger Forschungsbemühungen ist die individuelle Therapie einzelner Tumorentitäten basierend auf deren genetischen Veränderungen und spezifischen Wachstumseigenschaften.


[1] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15758009
[2] http://www.kup.at/kup/pdf/8001.pdf

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