Homer-Wright-Rosette

Einige Hirntumore lassen im histologischen Schnittbild rosettenartige Zellformationen erkennen. Es handelt sich hierbei um ringförmig angeordnete Tumorzellen, die ein leeres oder mit Neuropil gefülltes Lumen umgeben.

Bei Neuroblastomen und Medulloblastomen kommen solche Formationen in Form von so genannten Homer-Wright-Rosetten vor (benannt nach dem amerikanischen Pathologen James Homer Wright).

Homer Wright Rosetten zeigen sich in der histologischen Färbung als zirkulär angeordnete dunkle Tumorzellen, die blasses Neuropil umgeben.

Die Existenz solcher Rosetten in einem histologischen Schnitt gibt einen starken Hinweis auf das Vorliegen eines Medulloblastoms oder Neuroblastoms. Allerdings zeigen sie sich nur bei etwa einem Drittel dieser Tumore und können auch bei anderen Tumoren wie dem Pinealoblastom und dem supratentoriellen primitiven neuroektodermalen Tumor (PNET) vorkommen.

Zur endgültigen Diagnose müssen daher weitere Kriterien wie beispielsweise die Überexpression des Onkogens N-myc bei Neuroblastomen herangezogen werden.

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